Dieses historische Foto zeigt Mitglieder der Sioux-Delegation von 1877 zusammen mit Vertretern der US-Regierung.
Donnerstag, 30. April 2026
Der Wilde Westen und die KI
Dieses historische Foto zeigt Mitglieder der Sioux-Delegation von 1877 zusammen mit Vertretern der US-Regierung.
Mittwoch, 8. April 2026
Goldemar
Montag, 6. April 2026
Fuchszination in Ennepetal
Mittwoch, 25. März 2026
Margaret Ann Neve
Donnerstag, 11. Dezember 2025
Das Kaffeeexperiment
Ja ja, ich weiß! Ich bin faul. Mehr als ein Monat ist seit meiner letzten Geschichte vergangen.
Das kam mir aber gar nicht so lange vor. Heute Morgen habe ich dann schuldbewusst über eine neue Story nachgedacht. Und weil ich gerade an meiner zweiten Tasse Kaffee nippte fiel mir das schwedische Kaffeeexperiment ein.
Also gibt es heute eine Anekdote aus dem Leben des schwedischen Königs Gustav III. (*24.01.1746 - gest. 29.03.1792) , der im übrigen keinen Kaffee mochte und ihn für ein tödliches Gift hielt.
Um das zu beweisen begnadigte Gustav zwei Brüder, bei denen es sich um eineiige Zwillinge handelte, und die zum Tode verurteilt waren, zu lebenslangen Freiheitsstrafen.
Die Bedingung: Einer der Brüder musste jeden Tag drei Kannen Kaffee, der andere drei Kannen Tee trinken.
Dabei wurden sie von zwei Ärzten überwacht.
Wie das Experiment ausging?
Zuerst starben die beiden Ärzte.
Dann der König. Er wurde während eines Maskenballs an der Stockholmer Oper am 29. März 1792 erschossen.
Schließlich starb der Teetrinker im Alter von 83 Jahren.
Und der Kaffeetrinker?
Der überlebte alle. Was aus ihm letztlich wurde, ist nicht überliefert.
Wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er also noch heute.
Samstag, 1. November 2025
Halloween 2025
Freitag, 31. Oktober 2025
Halloween
Bei uns sind heute Abend auch mal wieder die Hexen los. Zombies, Geister und weitere Spukgestalten natürlich auch!
Das Haus ist dekoriert, im Garten ist Party, es wird gegrillt, die Kleinen bekommen Süßes und die Großen Glühwein.
Dem Genörgel der Miesepeter, die uns vorwerfen, jeden Mist aus Amerika zu übernehmen halte ich entgegen, dass dieser Partybrauch nicht aus Amerika, sondern aus Irland stammt.
Donnerstag, 30. Oktober 2025
Fragenkatalog
Heute gibt es keine kleine Geschichte, sondern ich beantworte ein paar Fragen, die mir zwischenzeitlich persönlich gestellt wurden.
Schreibst du noch mal etwas über Donald Trump?
Nein, das war ein einmaliger "Ausrutscher"! Wie viele andere auch, halte ich Donald Trump für psychisch krank und vermute, dass er unter Demenz leidet. Wenn man seine Live-Auftritte so anschaut, stellt man fest, dass viele seiner Aussagen verworren klingen und keinen Sinn ergeben. Weiterhin wirkt er, wie z.B. gestern in Japan, oft orientierungslos.
Das ergibt zwar genug Stoff für viele Storys, aber ich finde den Typen nicht wirklich witzig.
Warum hat man Wilhelm Voigt den Hauptmann abgenommen, obwohl seine Uniform fehlerhaft war?
Weil er in Köpenick mit echten Soldaten auftrat. Aus Sicht der Köpenicker und des Bürgermeisters musste der Hauptmann deshalb auch echt sein. Er hatte ja Leute unter seinem Kommando.
Die Soldaten hätten bemerken müssen, dass da was nicht stimmt, z.B. Mütze statt Helm, aber was soll ein Gefreiter denn sagen?
"Verzeihung Herr Hauptmann! Sie sind ein Schlunz! Ziehen sie sich erstmal ordentlich an!"
Voigt sagte später, dass er den Gefreiten widergetroffen hätte. Dieser soll ihm gesagt haben, das er schon Angst gehabt habe dass er degradiert würde, weil er es versäumt hatte zu grüßen.
Wie soll er sich da noch trauen eine Legitimation zu verlangen?
Kommen noch weitere Artikel über Schusswaffen?
Ja, nein, vielleicht, weiß nicht! Das soll hier kein Waffenblog werden. Die ein oder andere Beschreibung oder Anmerkung werde ich aber bestimmt mal einstreuen. Ich habe z.B. mal über einen Beitrag zum Buntline Special nachgedacht. Ich werde dann aber versuchen nicht zu technisch zu werden.
Wirst du viel über den Wilden Westen schreiben?
Da wird auf jeden Fall ab und zu eine kleine Geschichte kommen, Ich habe mich immer sehr für amerikanische Geschichte interessiert und jahrelang eine entsprechende Fachzeitschrift abonniert. Aber keine Sorge. Ein reiner Wild West Blog wird das hier nicht.
Schreibst du auch einmal etwas über Piraten?
Ja, da wird es in Kürze eine Sage aus dem hiesigen Bereich geben und ein Beitrag über die Piraten der Karibik ist auch geplant.
Kommt bald mal wieder eine Sage aus dem Ruhrgebiet?
Ja! 😉
Das war es erst mal!
Solltet ihr noch Fragen oder Anmerkungen haben, schreibt sie mir ruhig in die Kommentare.
Samstag, 18. Oktober 2025
Mach mir keine Fisimatenten!
"Mach mir ma keine Fismatenten!" Diesen Satz bekam in früheren Jahrzehnten, heute ist er leicht aus der Mode gekommen, so manche pubertierende junge Ruhrpottdame von ihrer Mutter bei Verlassen der Wohnung hinterher gerufen.
Gemeint ist und war damit, dass sie keinen Unsinn machen soll! Ich speziellen Fällen auch, dass sie gefälligst ihre Keuschheit zu bewahren hat.
Was soll das eigentlich sein diese "Fisimatenten"? Der Legende nach soll es aus dem Französischen stammen und eine Verballhornung von "Visitez ma tente!" (Besuchen sie mein Zelt!) sein. Mit diesem Satz sollen Franzosen, die hier gelegentlich ungebeten zu Gast waren, etwa während der napoleonischen Kriege, oder der Besetzung des Ruhrgebietes, versucht haben die Ruhrpottmädels in ihr Nachtlager zu locken.
Mittwoch, 15. Oktober 2025
Wer war Etta Place?
Der heutige Beitrag nimmt Bezug auf meinen Artikel: Das Ende von Butch Cassidy.
Also wer war Etta Place, die sich auch Ethel Place nannte?
Der Forscher Larry Pointer, Autor des 1977 erschienenen Buches „In Search of Butch Cassidy“, schrieb, dass Places Identität und Schicksal „eines der faszinierendsten Rätsel der westlichen Geschichte sind. Hinweise entwickeln sich, nur um sich dann in Unklarheit aufzulösen.“ (1)
Ähnlich wie bei "Butch Cassidy" oder "Sundance Kid" dürfte Etta Place nicht ihr richtiger Name, sondern eher ein Alias gewesen sein.
Wie Etta Place aussah, wissen wir. Sie ist auf mehreren Bildern zu sehen. Unter anderen das bekannteste Bild, das sie gemeinsam mit Sundance Kid zeigt. Es soll 1901 von dem Fotografen De Young kurz nach der Hochzeit mit Harry Longabaugh, alias Sundance Kid aufgenommen worden sein.
Ein weiteres Bild zeigt sie mit Sundance Kid und Butch Cassidy vor ihrer Ranch in Argentinien.
Die Pinkerton Agentur, die im Auftrag der Bahngesellschaften nach der Bande und somit auch nach Etta Place fahndete, beschrieb sie als "klassisch gutaussehend, 27-28 Jahre alt, 163 - 165 cm groß, ca. 50-52 kg schwer, von mittlerer Statur, mit braunem Haar".
Bei dem Namen war sich auch Pinkerton nicht ganz sicher. Auf den Steckbriefen, wurde sie "Etta", "Ethel", "Ethal" oder auch "Eva" genannt.
Im deutschen Wikipedia-Artikel zu Butch Cassidy ist angegeben, dass sie Lehrerin war, 1907 in die USA zurückkehrte und dort an Krebs starb. (2)
Das ist aber mal wieder mehr als fraglich. Tatsächlich gilt Etta Place als vermisst. Wann und woran sie starb ist nicht bekannt.
(1) Pointer, Larry (1977). In Search of Butch Cassidy, University of Oklahoma Press.
(2 ) Als Quelle ist in Wikipedia angegeben: Luis Sepulveda, Daniel Mordzinski: Dernières nouvelles du Sud. Éditions Métailé, Paris 2012, S. 96 ff.
(3) Reeve W. Paul "Just who was the Outlaw Queen Etta Place?" Utah History to Go. History Blazer. Archived from the original on 21 June 2011. Retrieved 17 January 2019.
Freitag, 3. Oktober 2025
Die Zebrakutsche
Mittwoch, 24. September 2025
Butch Cassidys Ende
Meine Bini schaut mal wieder eine grässliche Familien-Western-Serie, ich versuche dabei zu lesen, schaue hin und wieder einmal hoch und mache eine klugscheißerische Bemerkung.
Als einer der Darsteller verkündet, dass er nach Bolivien gehen will, merke ich z.B. an, dass er Butch Cassidy grüßen soll.
OK, der Spruch war jetzt leicht daneben. In der Serie kommt als Bösewicht auch George Armstrong Custer vor. Die Serie muss also vor 1876 spielen. Da war Butch Cassidy gerade mal 10 Jahre alt und an sein angebliches Ende in Bolivien noch nicht zu denken.
Ich habe mich hier ja neulich schon als Wildwest-Fan geoutet und auch schon zugegeben, dass ich sehr gerne Filme schaue.
Die beiden Revolvermänner und Bankräuber Butch Cassidy und Sundance Kid kennen Westernfreunde z.B. aus dem Film "Zwei Banditen".
Falls ihr den Film noch nicht gesehen habt, dann schaut ihn euch mal an, bevor ich euch hier kräftig spoiler!
Hier erst einmal ein Foto, dass unter dem Namen "The Fort Worth Five" bekannt ist und beide Outlaws mit Mitgliedern ihrer Bande "The Wild Bunch" zeigt.
Sundance Kid ist vorne links und Butch Cassidy vorne rechts zu sehen. In der Mitte sitzt Benjamin Kilpatrick und hinten stehen William Carver und Harvey Logan.
Über das Foto, dass im Studio des Fotografen John Swartz in Fort Worth, Texas, aufgenommen wurde, freute sich auch die Pinkerton Agency, die es für die Fahndung nach der Bande nutzte.
Der "Wilde Westen", den wir heute aus Filmen und Romanen kennen, umfasste zeitlich den Rahmen vom Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges im Jahr 1865, bis zum Ende der Indianerkriege im Jahr 1890, also einem Zeitraum von gerade mal 25 Jahren. Danach war die Pionierzeit beendet. Die Zeit des Wilden Westens ging langsam zu Ende.
Kurz nach Beginn dieses Zeitraums wurde Butch Cassidy am 13. April 1866, als Robert Leroy Parker, in Utah geboren. Wie sich das im Wilden Westen gehört, soll er seine Outlaw-Karriere wohl als Viehdieb begonnen haben.
Etwa 1884 änderte er seinen Namen in Butch Cassidy.
Seinen ersten Raubüberfall beging er 1889 in Telluride, Colorado, wo er mit seiner Bande die San Miguel Valley Bank überfiel.
Harry Alonzo Longabaugh wurde 1867 in Pennsylvania geboren.Samstag, 20. September 2025
Pater und Nonne
In den Felsen liegt der Eingang der Grürmannshöhle, die allerdings nach wenigen Metern durch eine Betonwand verschlossen wurde.
Früher bin ich in den Felsen mal herumgeklettert und habe nach Mineralien und Fossilien gesucht.
Das ist heute leider nicht mehr möglich. Das Gelände steht seit 1997 unter Naturschutz.
Zu solch markanten Felsen gibt es natürlich auch eine Sage.
Vor langer Zeit soll in einem nahegelegenen Kloster ein streitsüchtiger Mönch gelebt haben, der von der strengen Zucht im Kloster nichts wissen wollte.
Er lachte über die Drohungen seiner Mitbrüder, brach aus seiner Zelle aus und baute sich ein Schloss auf dem Burgberg, wo er mit seinen Gesellen in Saus und Braus lebte. So ganz ohne Frau ist das natürlich auch blöd, weshalb er um eine Nonne warb, die nicht ganz freiwillig in ihrem Kloster war. Nach der erfolgreichen Befreiung folgte sie ihm auch willig auf die Burg.
Beide lebten fortan zusammen, legten aber ihre langen weißen Klostergewänder nicht ab.
Viele Jahre später kam ein Bischof vorbei, den sie den Weg verlegten, ihn ausraubten und schikanierten.
Und der Bischof? Was mit ihm geschah ist nicht überliefert. Aber ich kann noch anmerken, dass die Lenne dort nicht sehr tief ist.
Samstag, 13. September 2025
Bärentöter, Henrystutzen und Silberbüchse
Seit frühester Kindheit, also sobald ich lesen konnte, war ich ein Fan von Wildwest-Romanen. Von denen hatten wir immer einen kleinen Stapel in Heftform im Haus. Die wurden nach dem Lesen, auch immer gleich stapelweise mit Nachbarn und Arbeitskollegen gegen Nachschub getauscht.
Von meiner Großmutter bekam ich dann zu Weihnachten mein erstes Karl May Buch, Winnetou 1, geschenkt.
Ich war begeistert und bekam daraufhin von Oma jedes Jahr zu Weihnachten ein weiteres Werk von Karl May.
Irgendwann merkte mein Vater mal an, dass Karl May die Länder über die er schrieb nie besucht hätte.
Abgesehen davon, dass diese Behauptung nicht ganz richtig war, verstand ich irgendwie nie, warum das wichtig sein sollte. Walter Ernsting (Clark Darlton) und Karl-Herbert Scheer waren schließlich auch nie im Weltraum und schrieben trotzdem Science-Fiction. (Ich las damals nicht nur Western.).
Später erfuhr ich dann, dass Karl May zu seiner Zeit ein riesiger Hochstapler war.
Während wir heute seine Bücher als Romane ansehen, stellte May sie damals als echte Reiseberichte und sich selbst als Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi dar.
Damals wie heute galt: "Zeig uns Pics sonst glauben wir nix!" Er zeigte sich deshalb auch im passenden Outfit. Es gab Postkarten und die passenden Gewehre mussten natürlich auch her.
Als Old Shatterhand brauchte er da den gewaltigen Bärentöter und für die überlegende Feuerkraft den Henrystutzen. Sein Blutsbruder Winnetou hatte nur ein Gewehr, die Silberbüchse. Nach Winnetous traurigen Ableben in Winnetou 3, erbte er dann auch die Büchse und mit ihr auch alle Apachenstämme.
Die Waffen ließ Karl May dann, um sein Cosplay zu vervollständigen, tatsächlich anfertigen.
Über diese Waffen möchte ich heute dann ein wenig erzählen und beginne mit dem Monster, dem Bärentöter.
"Der Bärentöter ist ein doppelt Vorderlader mit 2löthigen Kugeln. Treffsicherheit 1.800 Meter, Gewicht 20 alte Pfund; es gehört also ein sehr kräftiger Mann dazu. Verfertigt von der berühmten Firma M. Flirr. San Francisco. Es ist das einzige Gewehr seiner Art."Stutzen ist die deutsche Bezeichnung für ein kurzes handliches Jagdgewehr, das bevorzugt für die Pirschjagd eingesetzt wird.
Der kurze Lauf hat natürlich bei der Verwendung von großen Patronen ein paar Nachteile, wie z.B. ein großes Mündungsfeuer bei größeren Gewehrkalibern. In Stutzen werden deshalb gewöhnlich kleinere Patronen verwendet.
Unser Old Shatterhand verwendet einen "Stutzen" des Erfinders Henry.
Benjamin Tyler Henry arbeitete bei der NEW HAVEN ARMS Co. von Oliver Winchester. Die Gewehre, konstruiert als Unterhebelrepetierer wurden 1860 als Henry Rifle patentiert. Für das Gewehr wurde eine spezielle Patrone im Kaliber 44 Henry mit Randzündung entwickelt. Von denen passten 15 in das Röhrenmagazin. Mit einer Patrone im Lauf hatte man also 16 Schuss zur Verfügung.
In Serie ging die Waffe dann 1862. Insgesamt wurden 12.800 Stück hergestellt. Der Nachfolger war dann die Winchester 1866.
Also gar nicht mal so selten diese Waffe.
May hatte von der Henry Rifle vermutlich schon mal gehört, aber ansonsten von dieser Waffe keine erkennbare Ahnung. Dafür hatte er Fantasie.
Old Shatterhand bekommt seinen Henrystutzen direkt vom Büchsenmacher Henry. Das Gewehr ist natürlich extrem selten, beinahe ein Einzelstück. Zum Kaliber schweigt er sich aus, dafür gibt er die viel zu hohe Magazinkapazität von 25 Schuss an, was ihm dann eine überlegene Feuerkraft verleiht.
Zur Funktion der Waffe machte er widersprüchliche Angaben und beschrieb einen "Kugelverschluss", was auch immer das sein soll, statt einen Unterhebelrepetierer mit Röhrenmagazin.
Auf dem folgenden Bild, das Karl May im Old Shatterhand Outfit zeigt, verdeckt er vermutlich aus diesem Grund mit der linken Hand den Verschlusskasten. Daraus ergibt sich auch eine sehr merkwürdige Waffenhaltung.
Donnerstag, 28. August 2025
Barry Larry Terry und der Waschbär
Das City of Moulton Police Department fahndet nach Barry Larry Terry, dem der illegale Besitz eines wilden Waschbären und das Radfahren ohne Licht vorgeworfen wird.
Kurz frage ich mich, wie die den Schurken jemals anklagen wollen, wenn die Generalstaatsanwaltschaft der USA es noch nicht einmal schafft einen Bürger vor eine Grand Jury zu zerren, der einen Bundesbeamten mit Butterbroten bewirft.
Aber das ist eine andere Geschichte.
Das City of Moulton Police Department liegt in Alabama, was die Geschichte schon fast glaubwürdig macht. Na ja, sie stimmt trotzdem nicht so richtig.
Barry Larry Terry ist nach meinen kurzen Recherchen nämlich ein Scherz des Officers Russel Graham.
Das Bild von Barry ist ein Fake, oder wie wie bei der Polizei in Deutschland sagten würden, eine virtuelle Person. Derartige Bilder werden z.B. bei Lichtbildvorlagen, der modernen Version der Gegenüberstellung, benutzt. Die Bilder sehen häufig sehr, sagen wir mal witzig, aus.
So auch das Bild von "Barry".
Officer Graham hat sich deshalb einen Scherz erlaubt, das Bild zusammen mit echten Fahndungsbildern auf der Facebook-Seite des Departments gepostet und war ganz erstaunt, dass es in kürzester Zeit 6000 Mal geteilt wurde.
Mittlerweile wird auch schon auf anderen Plattformen, z.B. Tumblr, nach dem angeblichen Waschbärenbesitzer gefahndet.
Ich wette jetzt mal, dass Barry zu einer urbanen Legende werden wird. Und deshalb hat er jetzt auch hier seinen Platz gefunden.
Donnerstag, 14. August 2025
Die verzauberte Zwiebel
Ich habe euch ja vor einiger Zeit bereits von der Speichenhexe, welche in Breckerfeld ihr Unwesen trieb erzählt.
Die ungute Frau hatte es ja auf Fuhrleute abgesehen. Wer nun glaubt, dass man als Fußgänger nicht nur etwas für die Umwelt tut, sondern auch vor besagter Hexe sicher ist, dem kann ich die folgende Geschichte erzählen:
In Breckerfeld gibt es den Epscheider Bach, an dem die Epscheider Mühle liegt. Dort führt über den besagten Bach eine Brücke.
Der Held unserer Geschichte, ein Schmied, hatte den Abend im Wirtshaus verbracht, den einen oder anderen Krug geleert und sich nun, so gegen Mitternacht auf dem Weg nach Hause gemacht.
Dabei überquerte er auch, leicht torkelnd, die Brücke, wo er von einer alten Frau angesprochen wurde:
"Du isst doch bestimmt gerne Zwiebeln. Schau mal, was ich hier für schöne große Zwiebeln habe. Möchtest du eine haben?"
Dabei hielt sie ihm ein wirkliches Prachtexemplar von einer Zwiebel hin. Nun sollten einem Frauen, die um Mitternacht in abgelegenen Gegenden Zwiebeln verschenken, suspekt vorkommen, unser Schmied kam aber wie bereits erwähnt, wie man hier sagt "angeschickert" aus der Dorfkneipe.
Dem schönen Gemüse konnte er deshalb nicht widerstehen und nahm es dankend entgegen.
Sobald er zu Hause war, wollte er sich noch einen kleinen Mitternachtsimbiss gönnen, griff sich ein Messer und schnitt die Zwiebel in der Mitte durch.
Da entsprang den beiden Hälften eine Unzahl von Fröschen und Kröten. Der Schmied erschrak fast zu Tode, fluchte laut und warf die beiden Hälften weit fort in den Bach.
Wütend fluchte und schimpfte er auf die Hexe, die er in der Ferne schallend lachen hörte.
Ob das wohl unsere bereits bekannte Speichenhexe war?
Montag, 4. August 2025
Der große König, Juristen und Roben
In der letzten Woche habe ich mir aufgrund einer Empfehlung den Film "Der große König" angeschaut.
Hier sollte deshalb mal wieder, ähnlich wie beim Hauptmann von Köpenick, der erste Teil eines Mehrteilers stehen.
Es ging um den preußischen König Friedrich II., also um den "Alten Fritz", oder Friedrich den Großen.
Der Film beginnt mit der Schlacht bei Kunersdorf, also mit einer vernichtenden Niederlage der Preußen.
Und kurz darauf schaue ich auch schon nach, wann der Film eigentlich gedreht wurde.
1942, im Auftrag von Goebbels. Also ein so genannter Durchhaltefilm. Ich halte auch durch bis zum Ende. Es ist mir aber wirklich schwer gefallen.
Der König als armer geplagter "Führer". Die Schlacht nur verloren, weil die Soldaten nicht durchgehalten haben. Das Volk nicht standhaft. Die Nebenhandlung, ein tapferer Soldat, der sich ungerecht behandelt fühlt, die treue Ehefrau, die ihn zur Pflichterfüllung ermahnt. Am Ende stirbt er tapfer den Heldentod und die stolze Frau darf das Kind allein groß ziehen, alles wird gut.
So ein....!
Dazu noch ein fetter historischer Fehler. Fritzes Lieblingsneffe, Prinz Friedrich Heinrich Karl von Preußen, stirbt im Film als frisch ernannter Leutnant, noch vor der letzten siegreichen Schlacht von Schweidnitz, in Berlin an den Blattern.
Tatsächlich starb Prinz Heinrich der Jüngere erst 1767, als frisch ernannter Generalmajor.
Ein bisschen Geschichtsfälschung, sonst wäre der Führer, äh der König natürlich, am Ende ja nicht so theatralisch einsam gewesen.
Mit dem Film möchte ich mich nicht weiter beschäftigen. Der Mehrteiler fällt deshalb aus!
Stattdessen gibt es noch eine ganz kurze Anekdote.
Friedrich II. war und ist ja bei Juristen nicht besonders gut angesehen.
Deshalb wird ihm auch gerne die "Erfindung" der Juristenrobe angedichtet. Die stammt aber gar nicht von ihm, sondern von seinem Vater, König Friedrich Wilhelm I.
Der mochte Juristen auch nicht besonders und erließ am 15.12.1726 die folgende Kabinettsorder:
Samstag, 26. Juli 2025
Von Elefanten, Schwebebahnen und Eiffeltürmen
Für Morgen ist mal wieder ein Besuch in Wuppertal geplant und ich hoffe, dass ich auch Zeit für eine kleine Fahrt mit der Schwebebahn habe.
Vor Jahren schon mal in einen anderen Blog einen Beitrag zur Schwebebahn geschrieben, den ich nun tatsächlich wiedergefunden habe. Er hat mittlerweile das stolze Alter von 12 Jahren. Wie die Zeit vergeht...
Ich saß damals zuhause, schnupfte Taschentücher voll, las Blogs, kramte in alten Bildern und stieß dabei auf einen Beitrag über Paris.
Zu Paris fiel mir ein, dass ich auch schon mal dort war. Und eine kleine Geschichte zum Eiffelturm kenne ich auch. Und weil sich die Geschichte um Elefanten dreht, passte sie dann auch zur Schwebebahn in Wuppertal.
Und nun zur Geschichte:
Ich war ja, wie erwähnt auch schon mal dort, allerdings ohne Zelt, kann Euch aber versichern, dass so ein Zelt locker darunter passt.
Eine der Attraktionen des Circus Bouglione war ein Elefant dessen Namen ich nicht kenne, von dem ich aber weiß, dass er mit seinen 85 Jahren der älteste Elefant der Welt gewesen sein soll.
Menschen machen ja sehr häufig komische Sachen mit Elefanten. Ich erinnere hier mal an die Elefantenkuh Tuffi, die zu Werbezwecken in die Wuppertaler Schwebebahn gestopft wurde.
Tuffi, beim Zirkus Althoff beschäftigt, wurde das nach der Abfahrt allerdings zu viel, sie rannte durch den Triebwagen durchbrach eine Seitenwand und plumpste in die Wupper.
Es waren zwar dutzende Fotografen anwesend, aus Panik drückte aber niemand auf den Auslöser. Deshalb gibt es vom Tuffi-Sprung nur eine schlechte Fotomontage. Und die Milchwerke Köln-Wuppertal verkauften ihre Produkte fortan unter dem Namen Tuffi.
Auch der Herr Bouglione, um auf den Eiffelturm zurückzukommen, hatte so eine merkwürdige Idee und verfrachtete, schon zwei Jahre vor Tuffi, seinen uralten Elefanten auf die erste Plattform des Turms.
Dabei ging alles glatt, weshalb sich im Gegensatz zu Tuffi auch niemand an den Namen des Elefanten erinnert.
Dafür dürfte er seit Errichtung des Turms der bis heute schwerste Besucher des Eiffelturms gewesen sein.
Den Circus Bouglione in Paris gibt es heute noch und er behauptet der älteste Zirkus der Welt zu sein. . Werbung zahlt sich eben manchmal aus.
Mittwoch, 16. Juli 2025
Die Kommunistenkurve
Ich habe am Montag eine "Dokumentation" gesehen.
Die Sendung lief vor über einem Jahr auf einem Privatsender und wurde anschließend vom Sender auch auf YouTube hochgeladen. Am Montag hat sie es dann aus irgendwelchen Gründen in meine Vorschlagsliste geschafft.
Es ging um "geheime Plätze" in Dortmund. Wenn ich jetzt alle Fehler und falschen Behauptungen durchgehe, die da verbreitet wurden, wird das hier wieder ein Mehrteiler wie beim Hauptmann von Köpenick. Nur länger vermutlich.
Ok, es gab drei "geheime Orte". Die Technik der LED-Bildschirme vom Dortmunder U ist jetzt nicht besonders versteckt und ob ein Sternekoch in einer ehemaligen Fabrikhalle ein überteuertes Menü auftischt ist jetzt auch nicht unbedingt ein Staatsgeheimnis. Eher versteckte Werbung.
Aber den Beitrag mit der Kommunistenkurve fand ich interessant. Versteckt irgendwo in Dortmund, stehen halb von Erde bedeckt Denkmäler aus Sowjetzeiten. Die kennt dann auch niemand bis auf die bekannteste Stadtführerin von Dortmund.
Was für ein....
Na ja, ich hatte davon schon einmal gehört. Die Dortmunder können die Kommunistenkurve auch nicht finden, weil sie gar nicht in Dortmund ist, sondern in der Nachbarstadt Lünen.
Dort stehen die besagten Köpfe im Seepark und sind eigentlich vom Weg aus zu sehen und leicht zu finden.
Also nichts mit großem Geheimnis.
Und weil ich noch nie dort war, bin ich am Dienstag dann einfach mal dort hin gefahren.
Mit Bus, Bahn und Schienenersatzverkehr habe ich es dann tatsächlich geschafft anzukommen, habe noch eine schöne Wanderung in Lünen gemacht und die alten Kommunistenköppe fotografiert.
Dienstag, 15. Juli 2025
Der Untergang von Pompeji
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