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Dienstag, 15. Juli 2025

Der Untergang von Pompeji

 




Ich gebe es ja zu! Die letzten Tage war ich ein  wenig schreibfaul.
Es drängte sich auch kein Thema auf. 
Jetzt habe ich in meinen Bilderarchiv aber ein paar Fotos von 2022 gefunden. 
Meine Frau war zur Kur in Bad Rothenfelde und ich habe sie am Wochenende dort besucht.
Die Gelegenheit haben wir dann genutzt und das Museum in Kalkriese besucht.
Wir erinnern uns:

Im Jahre 9 n. Chr. zog ein Herr Varus mit einer Reisegruppe von ca. 18.000 Römern hier durch um den germanischen Stämmen zu zeigen, wer der Chef ist.
Wie das ausging wissen wir alle.
In Kalkriese gibt es heute ein Museum zur Varusschlacht und dort gab es  eine Sonderausstellung zum Untergang von Pompeji.
Also nur Katastrophen dort zu sehen.

Damit währen wir dann beim Thema. 70 Jahre nach der Varusschlacht, also im Jahr 79 n. Chr. brach der Vesuv aus. Die Lavamassen verschütteten das antike Pompeji, sowie die Nachbarstädte Herculaneum und Stabiae. 
Schätzungsweise kamen dabei etwa 2000 Menschen ums Leben, während 18.000 noch fliehen konnten. 
Pompeji geriet im Laufe der Zeit weitgehend in Vergessenheit und wurde nur hin und wieder von Grabräubern besucht. 
Wissenschaftliche Ausgrabungen begannen offiziell am 6.April 1748, nachdem bereits seit 1709 Grabungen in Herculaneum durchgeführt wurden. 

Die Bilder oben zeigen drei Fundstücke aus Pompeji. 

Insgesamt gefiel mir die Sonderausstellung damals besser als das Museum. Ich schau mir halt gerne Artefakte an und bin nicht so der Freund von Animationen und moderner Museumspädagogik. 
Also liebe Museen: Zeigt wieder mehr Fundstücke und nicht dunkle Kästen, wo man reingreifen und Wolle ertasten kann (Hab ganz vergessen, wo das war!)!

So jetzt habe ich auch genug geschrieben um euch drei Bilder zu zeigen. Bis zum nächsten Mal! 

Freitag, 4. April 2025

Wie Germanen Elche jagten!

 


Vor der Erfindung der Schusswaffen, und vor Aldi, Lidl und Schlecker muss die Fleischversorgung in Deutschland ein mühseliges Unterfangen gewesen sein. Wie war das eigentlich so vor 2075 Jahren, wenn der Häuptling im Ruhrpott Hunger hatte und mit der Eröffnung der ersten Currybude im Dorf erst 2011 Jahre später zu rechnen ist.
Zum Glück gab es damals schon eifrige Geschichtsschreiber, die uns von den Sitten und Gebräuchen der damaligen Zeit berichteten. Leider nicht die Germanen selber. Deren Runen wurden damals höchstens mal als magische Zeichen in den nächsten Felsen gekratzt, waren aber als Schrift nicht wirklich zu gebrauchen.
Hin und wieder schauten in unseren gastlichen Landen aber gebildete Römer vorbei und machten hier Abenteuerurlaub. Meistens kamen sie in überschaubaren Reisegruppen zwischen 6.000 und 30.000 Leuten.
Einer der Reiseveranstalter war ein gewisser Gaius Julius Caesar.  Der hatte sich gerade in Gallien gründlich daneben benommen und dabei den Herrn Vercingetorix verärgert. Aber das ist eine andere Geschichte. Immerhin geriet Caesars Reisegruppe dabei auch mit germanischen Reisegruppen aneinander.
Über seine Europatouren schrieb Caesar schließlich einen ausführlichen Reisebericht, das Buch
„De Bello Gallico“.  Darin beschreibt er auch die Sitten und Gebräuche der Germanen und auch wie diese Elche jagten. Wir haben also Glück gehabt und erfahren aus erster Hand, also aus einer Primärquelle, wie das damals abging:

„Es gibt noch ein anderes Tier, das man Elch nennt. Seiner Gestalt nach ist es wenig von einer Ziege verschieden, ebenso buntscheckig, nur etwas größer und mit abgestumpften Hörnern; seine Beine sind ohne Knöchel und Gelenke. Dieses Tier legt sich deshalb beim Schlafen nicht nieder und kann, wenn es durch einen Zufall umgeworfen wird, sich auch nicht wieder aufhelfen und auf die Beine kommen. Die Bäume dienen ihm als Ruhestätte. An diese stützt es sich, und so, nur ein wenig angelehnt, schläft es. Merken nun die Jäger aus der Spur, wo ein solches Tier gewöhnlich ruht, so untergraben sie an dieser Steile entweder alle Bäume an den Wurzeln oder hauen den untersten Stamm so weit aus, dass es ganz so aussieht, als ständen sie noch fest. Wenn nun das Tier seiner Gewohnheit nach sich anlehnt, so wirft es durch sein Gewicht den angehauenen oder untergrabenen Baum um und stürzt selbst mit ihm zu Boden.“

Der germanische Waidmann brauchte den Elch dann nur noch einsammeln und in handliche Portionen zerteilen. Also ganz einfach. Deshalb sind die Elche in unserer Gegend wohl auch ausgestorben. Heute können wir deshalb nur noch die Elcharten mit Gelenken bewundern.
Böse Zungen werden jetzt behaupten, dass Caesar nie einen Elch gesehen und dass man ihn nur verarscht hat. Aber das hätte sich bei dem mächtigsten Mann seiner Zeit doch niemand getraut, Oder?