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Donnerstag, 28. August 2025

Barry Larry Terry und der Waschbär

 


Das City of Moulton Police Department fahndet nach Barry Larry Terry, dem der illegale Besitz eines wilden Waschbären und das Radfahren ohne Licht vorgeworfen wird. 

Kurz frage ich mich, wie die den Schurken jemals anklagen wollen, wenn die Generalstaatsanwaltschaft der USA es noch nicht einmal schafft einen Bürger vor eine Grand Jury zu zerren, der einen Bundesbeamten mit Butterbroten bewirft. 

Aber das ist eine andere Geschichte. 

Das City of Moulton Police Department liegt in Alabama, was die Geschichte schon fast glaubwürdig macht. Na ja, sie stimmt trotzdem nicht so richtig. 

Barry Larry Terry ist nach meinen kurzen Recherchen nämlich ein Scherz des Officers Russel Graham. 

Das Bild von Barry ist ein Fake, oder wie wie bei der Polizei in Deutschland sagten würden, eine virtuelle Person. Derartige Bilder werden z.B. bei Lichtbildvorlagen, der modernen Version der Gegenüberstellung,  benutzt. Die Bilder sehen häufig sehr, sagen wir mal witzig, aus. 

So auch das Bild  von "Barry".

Officer Graham hat sich deshalb einen Scherz erlaubt, das Bild zusammen mit echten Fahndungsbildern auf der Facebook-Seite des Departments gepostet und war ganz erstaunt, dass es in kürzester Zeit 6000 Mal geteilt wurde.

Mittlerweile wird auch schon auf anderen Plattformen, z.B. Tumblr,  nach dem angeblichen Waschbärenbesitzer gefahndet. 

Ich wette jetzt mal, dass Barry zu einer urbanen Legende werden wird. Und deshalb hat er jetzt auch hier seinen Platz gefunden. 

Samstag, 3. Mai 2025

Anmerkungen zur Currywurst



Heute gibt es mal nichts über Zwerge zu lesen. Gar nix! Auch nicht über Burgen. Heute geht es um die Wurst! Genauer gesagt um die Nationalspeise des Ruhrgebietes, die Currywurst.

Gestern habe ich mir nämlich mal wieder eine gegönnt.


(Symbolbild. Die von gestern habe ich nicht fotografiert)
 

Dazu konnte ich mir mal wieder den Spruch anhören, dass die Currywurst in Berlin erfunden wurde.

Als eingeborener Ruhrgebietler sag ich dazu jetzt mal: "Watt`n Kappes!"

Betrachten wir da Ganze mal geschichtlich. Sofern man das Bestreuen einer Wurst mit einer Gewürzmischung überhaupt als "Erfindung" bezeichnen möchte, stammt diese aus den 1940er Jahren. Die Gastronomin Herta Heuwer aus Berlin, die seit 1949 in Charlottenburg einen Imbissstand betrieb, soll dort eine Wurst mit Tomatensoße und Currypulver angeboten haben.
Allerdings soll der Duisburger Peter Hildebrandt bereits 1936 die Idee gehabt haben, Tomatensoße mit Currypulver zu würzen. 
Herta hat ihre "Erfindung" und die dazugehörige  Legende aber viel besser vermarktet, weshalb sie heute als die Erfinderin gilt.
Andere Gegenden, die die "Erfindung" für sich reklamieren, z.B. Hamburg, lasse ich hier mal weg.  

Aber lassen wir das Ganze mal beiseite. Wenn ich im Ruhrgebiet eine Currywurst an der Bude kaufe, bekomme ich eine ordentlich gegrillte, klein geschnittene, mit Tomatensoße bedeckte und mit Curry bestreute Bratwurst. 


In Berlin bekomme ich dagegen eine Brühwurst (Spandauer ohne Pelle) am Stück mit Currysoße. 
Also zwei völlig verschiedene Würste und überhaupt nicht vergleichbar. Mit der Currywurst im Ruhrpott hat die Herta aus Berlin also mal gar nichts zu tun! 


Die Berliner Variante ist aber, wenn man fleißig sucht auch im Ruhrpott zu finden. Sie wird dann gewöhnlich als "Berliner Currywurst" angeboten und von den einheimischen Kunden häufig durch einen Döner ersetzt. 

Hier im Ruhrgebiet, bekommt man, wenn man nur die Currywurst bestellt, ein Brötchen, oder ein Stück Toastbrot als Beilage.
Beliebt ist aber auch die Currywurst mit Pommes, oder aber Currywurst mit Pommes und Majo, auch als "Manta-Platte" oder "Schimansky-Teller" bezeichnet. 

Bei einen "Taxi-Teller" ist dann auch noch Gyros mit drin. Den soll einer Legende zufolge ein Essener Taxifahrer erfunden haben. Der tauchte mit ordentlich Hunger an einen Imbiss auf, der gerade geschlossen wurde und verlangte nach einen Gyrosteller. Da aber nicht mehr genug Fleisch vorhanden war, ließ er dieses mit einer Currywurst strecken. 
Beim "Taxi-Teller" gibt es allerdings auch Variationen.  Da könnte dann vereinzelt auch eine Frikadelle oder ein Schnitzel hineingeraten. Also sollte man sicherheitshalber vor der Bestellung nachfragen. 

In diesem Sinne:

"Haut rein!"