Donnerstag, 30. April 2026

Der Wilde Westen und die KI

Vor ein paar Monaten kreiste beim Filmen über mir ein fetter Raubvogel. Die Gelegenheit nutzend machte ich eine Reihe von Fotos und freute mich, dass ein paar davon tatsächlich nicht unscharf waren. 
Damit ich keinen Unsinn schreibe, wenn ich das Bild veröffentliche, fragte ich kurz mal eine KI, was das für ein Vogel sei. Die Antwort: "Das ist ein Fischadler!" OK....hätte ich jetzt nicht gedacht. 
Ein paar Tage später frage ich noch einmal nach. Ist das ein Fischadler? Die Antwort: "Nein, dass ist kein Fischadler! Das ist ein Wespenbussard!" Mittlerweile sind wir bei Mäusebussard angekommen. 
Nicht nur bei der Natur scheitert die KI hin und wieder, auch mit der Mathematik hat sie so ihre Probleme. das behauptet zumindest ein schlauer Mensch bei YouTube, der regelmäßig eine bekannte KI "reinlegt" und das dann verfilmt. 
Warum ich das alles schreibe?
Na ja, da gibt es ein bekanntes Foto von Buffalo Bill und Sitting Bull. 




Das Bild mit dem Titel "Enemies in '76, Friends in '85" wurde 1885 in Montreal von dem Fotografen William Notman in dessen Studio aufgenommen. Es war Teil einer Serie von 47 Fotos. Diese sollten vervielfältigt und bei Buffalo Bills Wild West Show als Karten verkauft werden. 
Während Buffalo Bill, ganz Schauspieler, eine Pose einnimmt und auf den Horizont weist, als ob es da etwas interessantes zu Sehen gäbe, blickt Sitting Bull eher versonnen zu Boden. Auf dem Bild wirkt er eher lustlos und nicht bereit mitzuspielen. 
Tatsächlich soll er das Foto aber sehr gemocht haben. 
Es geht jetzt aber nicht um dieses Bild, dass bekannteste der Serie, sondern um das Folgende.




Dieses Bild soll Buffalo Bills Truppe zeigen. Zu sehen sind wieder Sitting Bull (unten Mitte), mit dem gleichen Ausdruck, William F. "Buffalo Bill" Cody (oben Mitte) und Crow Eagle (Oben links)
Die anderen drei Personen kenne, oder erkenne ich nicht. 
Und was mache ich da? Genau! Ich frage mal die KI.

1. Antwort:
Dieses historische Foto zeigt Mitglieder der Sioux-Delegation von 1877 zusammen mit Vertretern der US-Regierung.

Nein! Bestimmt nicht! Weder 1877, noch US Regierung, noch Sioux-Delegation. 
Also kopiere ich mal die Gesichter heraus und frage zu jeder Person, wer das ist. 

2. Antwort:

Zur Person ganz links: "Das ist Maxim Gorki!" 

Nein, bestimmt nicht. Der trat nicht in der Wild West Show von Buffalo Bill auf und war 1885 übrigens erst 17. 

Zur Person unten rechts: "Das ist Spotted Tail!" 

Nein, auch nicht.

Und der Dritte?

"Bei der Person auf dem Foto handelt es sich um den französischen Physiologen und Politiker Paul Bert (1833–1886)."

Nein! Schon wieder nichts! 

Ich gebe es auf mit der KI. Die ist anscheinend nicht wirklich für derartige Recherchen zu gebrauchen. 

Mittlerweile bin ich aber ein wenig schlauer. Der "Maxim Gorki" vorne links ist möglicherweise William Halsey, der Dolmetscher von Sitting Bull. 
Der junge Mann vorne rechts könnte Johnny "Cowboy Kid" Baker, der Pflegesohn von Buffalo Bill sein. 
Der Mann hinten rechts soll ein Naturforscher sein. 
Falls jemand von euch den Namen kennt, teilt ihn mir bitte mit. 

Mittwoch, 8. April 2026

Goldemar

 


Erinnert ihr euch noch an den Zwerg Goldemar, auch Volmar genannt?
In Witten Herbede hat er ein Denkmal bekommen. 
Dort hängt er grimmig fuchtelnd und silber glänzend am Mast. 
Auf einer kleinen Tafel wird dann auch auf die Sage von der Burg Hardenstein hingewiesen. 
So, jetzt wissen wir auch wie der Zwerg aussah, wenn er gerade nicht unsichtbar war. 

Montag, 6. April 2026

Fuchszination in Ennepetal

 





Der Fuchs ist ein Symboltier der Stadt Ennepetal.
Der Sage nach soll ein Wanderer auf dem Weg vom Rhein zur Lenne hier durch gekommen sein. Unser Wanderer hatte es ein wenig eilig und der Weg war länger als erwartet.
Als er in Schwelm ankam, traf er dort einen Zwerg, den er nach dem kürzesten und schnellsten Weg fragte. Ihr wisst ja jetzt schon ein wenig über Zwerge und deshalb wird euch die Antwort nicht überraschen: "Am Besten durch den Berg!"
Der Zwerg zeigte den Wanderer den Eingang zur Kluterthöhle und gab ihn noch einen Fuchs samt Gebrauchsanleitung mit. 
Einfach den Fuchs am Schwanz packen und sich von ihm durch den Berg führen lassen. Gesagt, getan!
Es ging zwar einigermaßen voran, einfach war der Weg durch die Höhle aber nicht. Wo Füchse und Zwerge gut durchpassen, wird es für rheinländische Wanderer schon mal ein wenig eng. 
Der kam schließlich am Ende seiner Kräfte am Hünentor in Hohenlimburg wieder heraus. Der Wanderer fand auch gleich heraus, warum das Tor so hieß. Vor der Höhle lag ein schnarchender Riese, der ausgerechnet jetzt wach wurde.
Zitternd vor Angst ließ der Wanderer den Fuchsschwanz los. Der Fuchs freute sich über die Freiheit und rannte gleich los in den nächsten Wald, verfolgt von einen vor Jagdeifer schreienden Riesen. 
Unser Wanderer nutzte die Gelegenheit und rannt so schnell er konnte in die Gegenrichtung seinen Ziel entgegen. 

Wie bei Sagen üblich, gibt es hier ein paar Varianten, mal mit Riese, mal ohne, mal mit Hünentor, mal mit Dechenhöhle und manchmal auch ohne Zwerg, aber immer mit Fuchs.

Die "Fuchszination" startete 2007 in Ennepetal. Die ca. 150 cm großen Fuchsskulpturen basieren auf einen Entwurf des Steinbildhauers Karsten Müller.

Das Hünentor, oder Hünenpforte ist keine Höhle, sondern ein verstürzter ehemaliger Höhleneingang, Es steht nur noch ein Steinbogen, heute ein Naturdenkmal. 
In der unmittelbaren Nähe gibt es aber zumindest zwei Höhlen, die ich kenne. 


Mittwoch, 25. März 2026

Margaret Ann Neve

 


Habt ihr schon einmal von Margaret Ann Neve gehört? 
Das ist die freundliche ältere Dame auf dem Bild.
Margaret Ann Neve wurde am 18.Mai 1792 in St. Peter Port auf der Kanalinsel Guernsey geboren, wo sie am 04.April 1903 auch starb. 
Sie war damit nicht nur der erste Mensch, der 110 Jahre alt wurde, sondern auch der erste Mensch, der in drei Jahrhunderten lebte.