Montag, 6. April 2026

Fuchszination in Ennepetal

 





Der Fuchs ist ein Symboltier der Stadt Ennepetal.
Der Sage nach soll ein Wanderer auf dem Weg vom Rhein zur Lenne hier durch gekommen sein. Unser Wanderer hatte es ein wenig eilig und der Weg war länger als erwartet.
Als er in Schwelm ankam, traf er dort einen Zwerg, den er nach dem kürzesten und schnellsten Weg fragte. Ihr wisst ja jetzt schon ein wenig über Zwerge und deshalb wird euch die Antwort nicht überraschen: "Am Besten durch den Berg!"
Der Zwerg zeigte den Wanderer den Eingang zur Kluterthöhle und gab ihn noch einen Fuchs samt Gebrauchsanleitung mit. 
Einfach den Fuchs am Schwanz packen und sich von ihm durch den Berg führen lassen. Gesagt, getan!
Es ging zwar einigermaßen voran, einfach war der Weg durch die Höhle aber nicht. Wo Füchse und Zwerge gut durchpassen, wird es für rheinländische Wanderer schon mal ein wenig eng. 
Der kam schließlich am Ende seiner Kräfte am Hünentor in Hohenlimburg wieder heraus. Der Wanderer fand auch gleich heraus, warum das Tor so hieß. Vor der Höhle lag ein schnarchender Riese, der ausgerechnet jetzt wach wurde.
Zitternd vor Angst ließ der Wanderer den Fuchsschwanz los. Der Fuchs freute sich über die Freiheit und rannte gleich los in den nächsten Wald, verfolgt von einen vor Jagdeifer schreienden Riesen. 
Unser Wanderer nutzte die Gelegenheit und rannt so schnell er konnte in die Gegenrichtung seinen Ziel entgegen. 

Wie bei Sagen üblich, gibt es hier ein paar Varianten, mal mit Riese, mal ohne, mal mit Hünentor, mal mit Dechenhöhle und manchmal auch ohne Zwerg, aber immer mit Fuchs.

Die "Fuchszination" startete 2007 in Ennepetal. Die ca. 150 cm großen Fuchsskulpturen basieren auf einen Entwurf des Steinbildhauers Karsten Müller.

Das Hünentor, oder Hünenpforte ist keine Höhle, sondern ein verstürzter ehemaliger Höhleneingang, Es steht nur noch in Steinbogen, heute ein Naturdenkmal. 
In der unmittelbaren Nähe gibt es aber zumindest zwei Höhlen, die ich kenne. 


Mittwoch, 25. März 2026

Margaret Ann Neve

 


Habt ihr schon einmal von Margaret Ann Neve gehört? 
Das ist die freundliche ältere Dame auf dem Bild.
Margaret Ann Neve wurde am 18.Mai 1792 in St. Peter Port auf der Kanalinsel Guernsey geboren, wo sie am 04.April 1903 auch starb. 
Sie war damit nicht nur der erste Mensch, der 110 Jahre alt wurde, sondern auch der erste Mensch, der in drei Jahrhunderten lebte. 


Donnerstag, 11. Dezember 2025

Das Kaffeeexperiment

Ja ja, ich weiß! Ich bin faul. Mehr als ein Monat ist seit meiner letzten Geschichte vergangen. 

Das kam mir aber gar nicht so lange vor. Heute Morgen habe ich dann schuldbewusst über eine neue Story nachgedacht. Und weil ich gerade an meiner zweiten Tasse Kaffee nippte fiel mir das schwedische Kaffeeexperiment ein. 

Also gibt es heute eine Anekdote aus dem Leben des schwedischen Königs Gustav III. (*24.01.1746 - gest. 29.03.1792)  , der im übrigen keinen Kaffee mochte und ihn für ein tödliches Gift hielt.

Um das zu beweisen begnadigte Gustav zwei Brüder, bei denen es sich um eineiige Zwillinge handelte, und die zum Tode verurteilt waren, zu lebenslangen Freiheitsstrafen.

Die Bedingung: Einer der Brüder musste jeden Tag drei Kannen Kaffee, der andere drei Kannen Tee trinken.

Dabei wurden sie von zwei Ärzten überwacht. 

Wie das Experiment ausging?

Zuerst starben die beiden Ärzte. 

Dann der König. Er wurde während eines Maskenballs an der Stockholmer Oper am 29. März 1792 erschossen. 

Schließlich starb der Teetrinker im Alter von 83 Jahren. 

Und der Kaffeetrinker? 

Der überlebte alle. Was aus ihm letztlich wurde, ist nicht überliefert. 

Wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er also noch heute. 


Samstag, 1. November 2025

Halloween 2025





Kleine Slide-Show zu meinen diesjährigen Halloween-Spaziergang mit Bildern aus der Nachbarschaft. 


Freitag, 31. Oktober 2025

Halloween

 

Bei uns sind heute Abend auch mal wieder die Hexen los. Zombies, Geister und weitere Spukgestalten natürlich auch!

Das Haus ist dekoriert, im Garten ist Party, es wird gegrillt, die Kleinen bekommen Süßes und die Großen Glühwein. 

Dem Genörgel der Miesepeter, die uns vorwerfen, jeden Mist aus Amerika zu übernehmen halte ich entgegen, dass dieser Partybrauch nicht aus Amerika, sondern aus Irland stammt. 




Und was soll nun diese Sache mit den Kürbissen?
Nun, das geht auf einen Schurken mit dem Namen Jack Oldfield zurück. 
Der war nicht nur geizig, sondern auch dem übermäßigen Alkoholgenuss zugeneigt. 
Eines Tages, es war der Abend vor Allerheiligen saß Jack mal wieder gut abgefüllt in der Dorfkneipe, als plötzlich der Teufel neben ihn stand um ihn zu holen. 
Jack versprach dem Teufel gleich seine Seele, wenn dieser ihm nur einen letzten Drink ausgeben würde. Das klappte nicht so richtig, weil der Teufel kein Bargeld mitführte.
Jack wusste aber Rat und der Teufel verwandelte sich in eine Six-Pence-Münze, mit welcher er den Wirt bezahlen sollte. 
Jack schnappte sich aber schnell die Münze und steckte sie in seinen Geldbeutel in dem sich zu Teufels Ärger auch noch ein Silberkreuz befand, welches zuverlässig verhinderte, dass dieser sich zurück verwandeln konnte. 
Nachdem der Höllenfürst eine Zeitlang geschmort hatte, bot Jack ihm einen Handel an:
Er lässt den Teufel frei und im Gegenzug solle Jacks Seele noch zehn Jahre frei sein. 
10 Jahre später tauchte der Teufel wieder auf und Jack bat diesmal als letzten Wunsch um einen Apfel. Der Teufel kletterte daraufhin auf einen Baum um den Apfel zu holen, während Jack in aller Seelenruhe mit seinen Messer ein Kreuz in den Stamm schnitzte. Wieder war der Teufel gefangen. 
Diesmal handelte er aus, dass der Teufel seine Seele bis in alle Ewigkeit in Ruhe lassen solle. 
Viele Jahre später starb Jack schließlich und bat darum in den Himmel gelassen zu werden. Da er aber wie erwähnt nicht gerade ein frommer Mann gewesen war, wurde ihm der Einlass verwehrt und er zog vor die Höllenpforten. 
Hier durfte er allerdings auch nicht hinein. Der Teufel hatte schließlich versprochen, die Klauen von seiner Seele zu lassen und scheuchte ihn deshalb weg. Weil es aber kalt und windig war, schenkte er Jack eine glühende Kohle aus dem Höllenfeuer. Jack steckte die Kohle in eine ausgehölte Rübe und startete seine Karriere als Spukgestalt, die immer am Abend vor Allerheiligen durch die Lande zieht. 
Daher stammt der Glaube, dass ein Stück brennende Kohle in einer ausgehöhlten Rübe, heute nimmt man einen Kürbis, den Teufel und böse Geister fernhalten könne. 


Und nun wünsche ich euch allen einen schönen Abend mit viel Süßem und wenig Saurem! 

Donnerstag, 30. Oktober 2025

Fragenkatalog

Heute gibt es keine kleine Geschichte, sondern ich beantworte ein paar Fragen, die mir zwischenzeitlich persönlich gestellt wurden.  


Schreibst du noch mal etwas über Donald Trump?

Nein, das war ein einmaliger "Ausrutscher"! Wie viele andere auch, halte ich Donald Trump für psychisch krank und vermute, dass er unter Demenz leidet. Wenn man seine Live-Auftritte so anschaut, stellt man fest, dass viele seiner Aussagen verworren klingen und keinen Sinn ergeben. Weiterhin wirkt er, wie z.B. gestern in Japan, oft orientierungslos. 

Das ergibt zwar genug Stoff für viele Storys, aber ich finde den Typen nicht wirklich witzig. 



Warum hat man Wilhelm Voigt den Hauptmann abgenommen, obwohl seine Uniform fehlerhaft war?

Weil er in Köpenick mit echten Soldaten auftrat. Aus Sicht der Köpenicker und des  Bürgermeisters musste der Hauptmann deshalb auch echt sein. Er hatte ja Leute unter seinem Kommando.

Die Soldaten hätten bemerken müssen, dass da was nicht stimmt, z.B. Mütze statt Helm, aber was soll ein Gefreiter denn sagen?

"Verzeihung Herr Hauptmann! Sie sind ein Schlunz! Ziehen sie sich erstmal ordentlich an!" 

Voigt sagte später, dass er den Gefreiten widergetroffen hätte. Dieser soll ihm gesagt haben, das er schon Angst gehabt habe dass er degradiert würde, weil er es versäumt hatte zu grüßen.

Wie soll er sich da noch trauen eine Legitimation zu verlangen?  


Kommen noch weitere Artikel über Schusswaffen?

Ja, nein, vielleicht, weiß nicht! Das soll hier kein Waffenblog werden. Die ein oder andere Beschreibung oder Anmerkung werde ich aber bestimmt mal einstreuen. Ich habe z.B. mal über einen Beitrag zum Buntline Special nachgedacht. Ich werde dann aber versuchen nicht zu technisch zu werden. 


Wirst du viel über den Wilden Westen schreiben?

Da wird auf jeden Fall ab und zu eine kleine Geschichte kommen, Ich habe mich immer sehr für amerikanische Geschichte interessiert und jahrelang eine entsprechende Fachzeitschrift abonniert. Aber keine Sorge. Ein reiner Wild West Blog wird das hier nicht. 


Schreibst du auch einmal etwas über Piraten?

Ja, da wird es in Kürze eine Sage aus dem hiesigen Bereich geben und ein Beitrag über die Piraten der Karibik ist auch geplant. 


Kommt bald mal wieder eine Sage aus dem Ruhrgebiet?

Ja! 😉



Das war es erst mal!

Solltet ihr noch Fragen oder Anmerkungen haben, schreibt sie mir ruhig in die Kommentare.

Samstag, 18. Oktober 2025

Mach mir keine Fisimatenten!


"Mach mir ma keine Fismatenten!" Diesen Satz bekam in früheren Jahrzehnten, heute ist er leicht aus der Mode gekommen, so manche pubertierende junge Ruhrpottdame von ihrer Mutter bei Verlassen der Wohnung hinterher gerufen.

Gemeint ist und war damit, dass sie keinen Unsinn machen soll! Ich speziellen Fällen auch, dass sie gefälligst ihre Keuschheit zu bewahren hat.

Was soll das eigentlich sein diese "Fisimatenten"? Der Legende nach soll es aus dem Französischen stammen und eine Verballhornung von "Visitez ma tente!" (Besuchen sie mein  Zelt!) sein. Mit diesem Satz sollen Franzosen, die hier gelegentlich ungebeten zu Gast waren, etwa während der napoleonischen Kriege, oder der Besetzung des Ruhrgebietes, versucht haben die Ruhrpottmädels in ihr Nachtlager zu locken. 

Gefällt mir! Klingt plausibel! Passt aber leider nicht so ganz. Das Wort ist viel älter und geht möglicherweise auf das frühneuhochdeutsche Wort "Fisiment" zurück. Dieses bezeichnet einem bedeutungslosen (unsinnigen) Zierrat auf dem Wappenschild.

Na dann....! Die erste Erklärung gefiel mir trotzdem besser.